Mercedes-Benz

Probefahrt in die Zukunft.

16. November 2017

Lautlos durch die Stadt, kraftvoll über die Autobahn – Redakteur Oliver Knoch testet den effizienten Antrieb eines Plug-in-Hybrids von Mercedes-Benz. Seine Erkenntnis: Die Elektrifizierung mit EQ reicht bis in die Fußspitze.

Die Elektromobilität ist auf dem Vormarsch. Doch bis die notwendige Lade-Infrastruktur aufgebaut ist und die Akkus eine überregionale Reichweite erlangen, wird noch viel Strom durch Deutschlands Leitungen fließen. Daher ist die erste Etappe der Reise in die emissionsfreie Auto-Zukunft der effiziente Antrieb mittels Plug-in-Hybrid. Mercedes-Benz bietet schon heute eine umfangreiche Produktpalette an alltagstauglichen Fahrzeugen in diesem Segment. Zusammengefasst werden sie unter dem Namen „EQ“.

Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge lassen sich sowohl über Ladestationen als auch über Haushaltssteckdosen aufladen.

Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge lassen sich sowohl über Ladestationen als auch über Haushaltssteckdosen aufladen.

Als Elektro-Neuling will ich erfahren, wie sich diese Antriebstechnologie anfühlt, wie sie sich im realen Verkehr verhält – und wie ich mein Fahrverhalten anpassen muss. Mercedes-Benz Rheinland mit seinen Niederlassungen in Aachen und Köln hat mir in einer Probefahrt die Möglichkeit dazu gegeben. Mit einem C 350 e T-Modell (Kraftstoffverbrauch kombiniert: 2,4–2,1 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 55–49 g/km; Stromverbrauch gewichtet (kWh/100 km): 13,8–11,7) fahre ich von Köln nach Aachen. Ich rolle lautlos durch zähen Stadtverkehr und rausche entspannt über die Autobahn. Was ich dabei gelernt habe, bespreche ich im Anschluss mit dem EQ-Experten Tom Gräsner.

Die Probefahrt mit dem Mercedes-Benz C 350 e T-Modell führt Redakteur Oliver Knoch von Köln nach Aachen.

Herr Gräsner, mit welchen Fragen kommen Kunden auf Sie zu?

„Meist geht es um die rein elektrische Reichweite der Fahrzeuge. Bei unseren Plug-in-Hybrid-Modellen sind dies etwa 25–30 Kilometer. Das mag sich wenig anhören, aber gerade im städtischen Raum ist dies weit mehr als ein durchschnittlicher Weg zur Arbeit. Viele Arbeitgeber fördern die E-Mobilität, sodass das Auto am Arbeitsplatz für den Rückweg an einer Wallbox mit Starkstrom oder an einer Haushaltssteckdose geladen werden kann. Mit der EQ Ready App, kostenlos erhältlich für iOS und Android, kann man übrigens sein persönliches Mobilitätsverhalten aufzeichnen und testen, ob der Umstieg auf ein Elektro- oder Hybrid-Modell von Mercedes-Benz für die individuellen Anforderungen praktikabel ist.“

Für Tom Gräsner bedeutet EQ eine bewusstere Art der Fortbewegung.

Nun ist die Lade-Infrastruktur ja noch nicht überall so gut ausgebaut …

„Das stimmt. Aber mit einem Hybrid lädt die Batterie sowohl während der Fahrt mit dem Verbrennungsmotor als auch durch Rekuperation, also die Umwandlung von Bremsenergie. So können Sie auf längeren Strecken den Benzinmotor nutzen und dann in Ihrer Zielstadt wieder rein elektrisch fahren – das schont die Atmosphäre in den Innenstädten. Man kann sich als Hybrid-Fahrer eine Art Betriebsstrategie überlegen, die auch vom Navigationssystem des Autos unterstützt wird. Dann ist diese Antriebsform sehr effizient und ein Verbrauch von weniger als vier Litern möglich.“

Aber die Modelle sind teurer als reine Benziner …

„Sie kosten zwar etwas mehr, jedoch ist das Preis-Leistungs-Verhältnis im direkten Vergleich besser. Zum Beispiel ist die Luftfederung AIRMATIC bereits serienmäßig vorhanden. Und ein Plug-in-Hybrid wie der Mercedes-Benz C 350 e hat über 270 PS. Das garantiert ausreichend Reserven und Fahrspaß. Ein reiner Benzinmotor mit so einer Leistung ist um einiges teurer.“

Mercedes-Benz EQ – Ökosystem für Elektromobilität.

EQ steht für „Electric Intelligence“ und umfasst alle wesentlichen Aspekte für die Elektromobilität. Das beinhaltet ein Ökosystem aus Produkten, Services, Technologien und Innovationen. Das Spektrum reicht von reinen Elektrofahrzeugen über Wallboxen und Ladeservices bis hin zum Home-Energiespeicher.Bei den Plug-in-Hybrid-Modellen hat
Mercedes-Benz das umfangreichste Angebot. Von der C- bis zur S-Klasse verbinden sie das Beste beider Mobilitätswelten: Elektroantrieb für die Stadt und die Unterstützung in Effizienz und Dynamik sowie Verbrennungsmotor für längere Strecken.
Die eigens geschulten Verkäufer der Niederlassungen sind gefragte Spezialisten. Denn bei den unterschiedlichen Technologien der Elektrofahrzeuge ist es wichtig, die richtige Lösung für den individuellen Mobilitätsbedarf des Kunden zu finden.

C 350 e Plug-in-Hybrid.

Kraftvoll beschleunigen: Der C 350 e ermöglicht als Limousine und als Kombi rund 30 Kilometer rein elektrisches und damit lokal emissionsfreies Fahren. Sein Vierzylinder-Ottomotor stellt im Verbund mit einem kraftvollen Elektromotor eine Systemleistung von 205 kW (279 PS) und ein Systemdrehmoment von 600 Newtonmeterbereit. Dennoch liegt der Verbrauch bei nur 2,1 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer.
Intelligent laden: Dank eines intelligenten On-Board-Ladesystems kann der Akku an einer Wallbox, über eine haushaltsübliche Steckdose oder an öffentlichen Ladesäulen aufgeladen werden. Trotz des Platzbedarfs des Akkus bietet der C 350 e in der Limousine ein Kofferraumvolumen von 335 Litern und im T-Modell von 350 Litern beziehungsweise 1.370 Litern bei umgeklappten Rücksitzlehnen und nach wie vor ebenem Ladeboden.
Energetisch bremsen: Beim Betätigen des Bremspedals übernimmt zunächst die
E-Maschine die Verzögerung und wirkt dabei als Generator, genannt Rekuperation. Bei stärkerem Bremswunsch greifen die Scheibenbremsen mechanisch zusätzlich ein. Neu ist das sogenannte haptische Fahrpedal des C 350 e. Es unterstützt den Fahrer dabei, den Hybrid-Antrieb effizient zu nutzen.
Individuell fahren: Die Technik des C 350 e übernimmt die Regelung des Antriebs. Wer möchte, kann aber auch manuell eingreifen und mithilfe von vier Betriebsarten und fünf Fahrprogrammen das Hybrid-Zusammenspiel selbst regeln. In den Fahrprogrammen Eco und Comfort stehen die Betriebsarten Hybrid, E-Mode, E-Save und Charge zur Verfügung.

Fotos und Video: © Marco Seifert, © PASINGmedia, © Thorsten Scherz